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Planerei

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Anfangs Jahr holten wir im Wohlischwiler Wald frisch geschlagenes Holz.

Letzthin wurde das Holz auf unserem Hof maschinell auf einen Meter zugeschnitten, gespalten und zu Bünden à 1 Kubikmeter gebunden. Übrigens 3 Bünde, also 3 Ster entspricht 1 Klafter Holz. Jaja, beim Holz werden noch diese alten Begriffe verwendet, nichts da mit Megabite. Die Bünde werden anschliessend bei uns 2 Jahre getrocknet, bevor wir sie nach Kundenwunsch auf 25, 33 oder 50cm zurechtfräsen und ausliefern. Siehe auch Brenn- und Cheminéeholz.
Falls Sie nun mit Sicherheit wissen, dass in 2 Jahren ein strenger Winter herrscht, lassen Sie uns dies wissen, sodass wir mehr Holz lagern können.

Auch im Ackerbau will geplant sein. Hier heisst das geflügelte Wort „Fruchtfolge“. Sie verhindert die einseitige Auslaugung von Nährstoffen, unterbricht den Lebenszyklus von Schädlingen und Krankheiten und beugt der Ausbreitung hartnäckiger Unkräuter vor. Beispielsweise wird Raps frühestens nach 4 Jahren wiederum auf demselben Feld angepflanzt, Dinkel hingegen kann schon nach 1-2 Jahren wieder angepflanzt werden, nicht jedoch nach Getreide (Ausnahme Hafer)…. Die Fruchtfolge ist altbekannt und wird seit Generationen berücksichtigt.
Zu kompliziert – Bei Fragen wenden Sie sich an einen Landwirt oder Google.

Da wäre noch die (Kuh-)Familienplanung. Nein, wir haben keinen Muni. Bei uns kommt unromantisch der Besamer vorbei und der injiziert je nach Katalogwunsch den Samen eines bestimmten Stiers. Möchten wir ein Kalb zur Nachzucht, wählen wir den Samen vom Milchrassenstier- möchten wir eher Kalb- bzw. Rindfleisch, denjenigen vom Fleischrassenstier.
Kuhologen wissen, ganz so einfach ist es nicht, denn egal ob Stier oder Besamer, die Kuh muss „stierig“, also bereit sein und dies ist sie jeweils nur für 24 Stunden. Die Tragezeit beträgt alsdann nochmals 9 Monate und zwei Wochen. Zu kompliziert – Bei Fragen wenden Sie sich an einen Landwirt oder Google.

Die Planung bezüglich Kartoffeln ging, nicht zuletzt dank des Wetters, dieses Jahr auf. So können wir seit letzter Woche feine „neui Härdöpfel“ ernten und im Hofladen anbieten. Wir ernten sie alle paar Tage, sodass sie wirklich erntefrisch sind. Tipp: Ungeschält, aber natürlich gewaschen, schmecken sie als Bratkartoffeln super.

Und zum Schluss noch dies:

Frieda war vor ein paar Monaten in den Ferien (jaja, wir ermöglichen unseren Tieren viel). Und wie das so ist, brachte sie ein, oder eben mehrere, Souveniers nach Hause. Wir freuen uns mit ihr riesig. Und ja, der Nachwuchs war geplant. Und nein, es gibt zukünftig keine Geissenmilch und auch kein Geisskäse im Hofladen.

Und ganz zum Schluss noch dies:

Nicht geplant war der Besuch des Fuchses im Hühnergehege, notabene am heiterhellen Tag und bei eingeschaltetem Elektro-Haag. Einen jährlichen Sonntagsbraten würden wir ihm ja knapp gönnen, aber er tötete leider, leider viele Legehennen und liess sie einfach liegen. Die restlichen Hühner bewachen nun, quasi als Herdenschutzmassnahme, Max und Moritz, unsere erfahrenen Zwerggeissen. Dies ist der Grund, warum die Beiden nicht mehr im Streichelzoogehege anzutreffen sind.