Eine Kuh frisst Gras und im Winter Heu – das ist nicht neu. Die Krux nur, durch das Trocknen des Grases zu Heu gehen natürliche Nährstoffe verloren, weshalb man (früher) zum Beispiel geschnetzelte Zuckerrüben als Beilage futterte. „Erfahrene“ erinnern sich an die nie sommerlichen Temperaturen beim „Ruebe putze“ auf dem Feld. Eine nicht sehr beliebte und arbeitsintensive Aufgabe.
Und so überlegte man sich, wie Gras haltbar gemacht werden kann. Die Menschen hatten für sich längst eine Lösung: Sauerkraut. Anders ausgedrückt, unter Luftabschluss kontrolliert gegärtes, dadurch haltbar gemachtes Grünzeugs – „Fermentieren“ heisst das Modewort heute, „Silieren“ heisst es bei uns. Kurzum, man mäht nach wie vor Gras. Übrigens, der Streifen an der Strasse wird bewusst nicht gemäht sondern später gemulcht, denn mit Hundedreck durchsetztes Futter (egal ob frisch oder gegärt) kann zu Aborten bei den Kühen führen – kaum verwunderlich.
Ein, zwei Tage wird das Gras angetrocknet und dann zerkleinert Schicht für Schicht in den Fahrsilo eingebracht. Der Fahrsilo ist etwas grösser, als der Sauerkrauttopf.
Wie beim Sauerkraut muss auch das Silofutter „gestampft“, also verdichtet und ein Hausmittel (nein, nix Wachholder, Lorbeer oder Weinessig) dazu gegeben werden. Im dunkelblauen Hoch-Silo im Hintergrund wird die Beilage (Maiskörner) gelagert.
Luftdicht abgeschlossen kann der Gärprozess beginnen.
Für den Verzehr wird das Silofutter mit herkömmlichem Heu und Silo-Maiskörner jeden Tag neu gemischt. Der Mischer ist etwas grösser, als der Küchenmixer. Das Futter für unsere Tiere produzieren wir selbst. Wer nun denkt, die Kühe würden im Sommer ihren Bedarf an Nahrung auf der Weide fressen, irrt. Genug Gras hätte es und Zeit hätten sie auch. Damit bei der Verdauung alles rund läuft und die Nüeltschehof-Futtermischung offensichtlich so gut ist, wird nach dem Melken sehr gerne noch ein wenig genascht. Wir gönnen’s ihnen.
Und zum Schluss noch dies:
Keine Bange, egal, ob die Kühe grasgrünes Gras, dunkelgrüne Silage, gelbe Maiskörner, oder braunes Heu fressen, die Milch bleibt weiss und schmeckt nicht nach Sauerkraut – ausser vielleicht Tage nach dem Ablaufdatum.
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Eine Kuh frisst Gras und im Winter Heu – das ist nicht neu.
Die Krux nur, durch das Trocknen des Grases zu Heu gehen natürliche Nährstoffe verloren, weshalb man (früher) zum Beispiel geschnetzelte Zuckerrüben als Beilage futterte. „Erfahrene“ erinnern sich an die nie sommerlichen Temperaturen beim „Ruebe putze“ auf dem Feld. Eine nicht sehr beliebte und arbeitsintensive Aufgabe.
Und so überlegte man sich, wie Gras haltbar gemacht werden kann. Die Menschen hatten für sich längst eine Lösung: Sauerkraut. Anders ausgedrückt, unter Luftabschluss kontrolliert gegärtes, dadurch haltbar gemachtes Grünzeugs – „Fermentieren“ heisst das Modewort heute, „Silieren“ heisst es bei uns.
Kurzum, man mäht nach wie vor Gras. Übrigens, der Streifen an der Strasse wird bewusst nicht gemäht sondern später gemulcht, denn mit Hundedreck durchsetztes Futter (egal ob frisch oder gegärt) kann zu Aborten bei den Kühen führen – kaum verwunderlich.
Ein, zwei Tage wird das Gras angetrocknet und dann zerkleinert Schicht für Schicht in den Fahrsilo eingebracht. Der Fahrsilo ist etwas grösser, als der Sauerkrauttopf.
Wie beim Sauerkraut muss auch das Silofutter „gestampft“, also verdichtet und ein Hausmittel (nein, nix Wachholder, Lorbeer oder Weinessig) dazu gegeben werden. Im dunkelblauen Hoch-Silo im Hintergrund wird die Beilage (Maiskörner) gelagert.
Luftdicht abgeschlossen kann der Gärprozess beginnen.
Für den Verzehr wird das Silofutter mit herkömmlichem Heu und Silo-Maiskörner jeden Tag neu gemischt. Der Mischer ist etwas grösser, als der Küchenmixer. Das Futter für unsere Tiere produzieren wir selbst.
Wer nun denkt, die Kühe würden im Sommer ihren Bedarf an Nahrung auf der Weide fressen, irrt. Genug Gras hätte es und Zeit hätten sie auch. Damit bei der Verdauung alles rund läuft und die Nüeltschehof-Futtermischung offensichtlich so gut ist, wird nach dem Melken sehr gerne noch ein wenig genascht. Wir gönnen’s ihnen.
Und zum Schluss noch dies:
Keine Bange, egal, ob die Kühe grasgrünes Gras, dunkelgrüne Silage, gelbe Maiskörner, oder braunes Heu fressen, die Milch bleibt weiss und schmeckt nicht nach Sauerkraut – ausser vielleicht Tage nach dem Ablaufdatum.