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Fast Nacht

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Nicht fast Nacht, sondern eher fast z’mitzt i’dr Nacht ist es, wenn immer wieder freitags, morgens um 04:00 Uhr, der Wecker Judith erinnert, dass nicht Frei-Tag, sondern Back-Tag ist – auch an der Fasnacht.

Doch zuerst heisst es am Vortag Teige kneten. Zum Glück übernimmt dies die Knetmaschine.

Frühmorgens nehmen die Teige Form an. Es entstehen:
– Nüeltschebrot: aus (Weizen-)Ruch-, Halbweissmehl und Kartoffeln – mal was Anderes
– Burebrot: aus (Weizen-)Ruchmehl
– UrDinkelbrot: aus Urdinkelmehl bzw. Korn (ein Tipp für jene, denen Weizenmehl nicht zusagt)
Das Mehl beziehen wir von der Bachtalmühle in Sins.

Und schon bald duftet die Backstube nach Backstube. Ab 10:00 Uhr ist das frische Brot im Hofladen erhältlich. Es hed, solangs hed, ausser man hat vorbestellt.

Die Konfi für drauf gibt’s auch bei uns im Hofladen. Okäi, unsere Konfi heisst nicht Konfi. Weil sie weniger Zucker drin hat, muss sie Fruchtaufstrich heissen. Sie schmeckt um so mehr nach Früchten und fein ist sie alleweil.
Und wer lieber Fleisch drauf mag, auch das gibt’s im Hofladen (übrigens mit Brot kann man Fleisch sparen – und umgekehrt).
Und wer lieber Guetzli hat, auch das gibt’s im Hofladen, nicht nur am Freitag.

Und zum Schluss noch dies:

Würde Judith bei Tageslicht, statt in der Nacht backen, müsste sie weniger früh aufstehen und könnte direkt mit dem Strom unserer Photovoltaikanlage (47’000 kWh Leistung pro Jahr, das reicht für ca. 9 Einfamilienhäuser) backen, was wiederum bedeuten würde, dass unsere Brotgeniessenden länger warten müssten. Warteparkplätze hätten wir genug und verweilen tun viele jetzt schon (freiwillig) bei einem Kaffee samt Schwatz, wie das Bild von einem Freitagmorgen zeigt.

Hmmm, wir lassen es, wie es ist und so kommt der Strom halt aus der Steckdose. Kaffee trinken und schwatzen darf Frau und Mann übrigens in unserem Stübli trotzdem sehr gerne – auch ohne Kinderwagen.