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Glas-See

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Glas-See oder Glassee wäre eigentlich die logische Schreibweise von „Glacé“. Vermutlich wurde uns in der Schule jedoch „Glacé“ als Zückerli fürs Frühfranzösisch eingetrichtert.
Item, wir fanden mit selbst hergestelltem Glacé, nach Pastmilch, Milchshake und Joghurt eine neue Idee zur Michveredelung.

Anfangs wollten wir zwei Fliegen mit einem Tätsch treffen, denn Milch haben wir und Holz auch, also Holz-Glacé. Die grosse Vorteile, es schmilzt nicht, ist sehr lange haltbar und kann im Winter sogar zum Heizen verwendet werden.
Okäi auf der Zunge hat es eine Note von Akazie und ist nicht jedermensch Sache. Zudem braucht’s nicht wirklich Milch zur Herstellung und vermutlich würde pro Person eh nur ein Glacé pro Jahr gekauft, also wirtschaftlich wenig interessant.

Auch beim zweiten Anlauf wollten wir zwei Fliegen mit einem Tätsch treffen, denn der Nachteil von herkömmlichem Glacé ist die Gewichtszunahme, auf Glacé verzichten will jedoch selten jemand – die Lösung: Wasserglacé, kalorienarm, im Gegesatz zum Holzglacé erfrischend.
Okäi der Geschmack ist gar wässrig und ein Aroma ist kaum spürbar, auch nicht jedermensch Sache.

Somit waren wir beim dritten Anlauf angelangt – wiederum mit dem Ziel, zwei Fliegen mit einem Tätsch zu treffen, also konkret nicht zwei Fliegen, sondern Milch und Aromen, ähnlich wie wir sie bei den Joghurts verwenden. Die Milch-Aroma-Mischung und weitere Zutaten über Nacht ruhen lassen, rein in die Glacémaschine, etwas umrühren, warten.

Mit viel Liebe von Hand abfüllen, dekorieren und fertig gefrieren.

Das Resultat kann ab sofort im Hofladen in den Aromen Kafi, Himbeer, Brombeer, Rhabarber, Baumnuss, Chriesi, Erdbeer und Zwetschge gekauft werden – sehr empfehlenswert.
Übrigens, falls Sie beim Einkauf die Kühltasche vergessen haben, kein Problem, im Hofladen gibt’s welche zu kaufen – jaja Löffeli, um das Glacé sofort zu geniessen gibt’s auch.

Und zum Schluss noch dies:

Die Geissen meckerten schon lange, dass für die Menschen im letzten Herbst ein nigelnagelneuer Hofladen gebaut wurde. Nur sie mussten nach wie vor in der alten, baufälligen Geissenhütte wohnen bleiben.

Aktuell entsteht für sie und die Schweine deshalb ein neues, exklusives, transportables Zuhause im Minergie-Standard, also doppelwandig und ohne Glas in den Fenstern, gebaut von unseren drei Girls notabene.